Dienstag, 14. Juli 2009

Niedergang des Bildungssystems

Warum lassen wir uns das gefallen? Hier wird das Bildungssystem endgültig demontiert und die Kinder schon in der Schule zugrunde gerichtet. Das spart natürlich doppelt, denn dann brauchen wir keine raren Arbeitsplätze, um die Menschen dort zu Grunde zu richten und auszubeuten.

Worum es geht? Ich rede vom Abitur nach 12 Jahren (siehe auch http://de.wikipedia.org/...). Ein "Diebstahl der Kindheit" wird hier zitiert. Und dann wundern wir uns noch, warum sich der ungeheure Druck, der auf die Schüler ausgeübt wird, in Amokläufen oder anderen schrecklichen Taten endlädt? Das Schulsystem ist sicher nur eine Facette dieses gesellschaftlichen Problems, das hinter den Amok-Taten steckt. Aber es zeigt, wie die Politiker das Volk zu Grunde richten und uns dabei auch noch anlächeln und weiß machen wollen, sie täten es nur zu unserem Besten! Ha! Unser Bestes wollen sie, und das ist unser Geld und die Macht über uns.

Wenn dann endlich der Staat wie in "1984" vorhergesagt eingerichtet ist: was habt ihr tollen Mächtigen dann davon? Das interessante daran scheint zu sein, dass die sog. Mächtigen (also unter anderem auch Politiker aller Schattierungen) es gar nicht zu merken scheinen, dass sie ein Rädchen in einem großen Uhrwerk hin zu einem Niedergang sind. Oder steckt da doch mehr dahinter? Ich halte es da mit der Botschaft im Lied von Reinhard Mey: "Sei wachsam" (und kritisch)!

Protestanten und Katholiken

Wollen doch mal sehen, wie es um unsere hochenwickelte Zivilisation bestellt ist. Wir leben ja schleißlich nicht mehr im Mittelalter. Zumindest nicht hier im gesitteten Mitteleuropa. In den islamischen Staaten mit ihrer religiösen Verblednung mag es ja immer wieder zu Gewaltausbrüchen kommen. Aber doch nicht in unserer Nähe!? Wir sind doch aufgeklärte, zivilisierte Menschen! Oder...?

Die jüngsten Nachrichten über die Ausschreitungen in Nordirland (http://www.tagesschau.de/...) zeigen deutlich: an vielen Stellen leben wir immer noch im Mittelalter, oder gar in der Steinzeit?

Wie vorhersehbar sind doch diese Ausschreitungen in Nordirland. Warum kommen die Menschen hier nicht zur Ruhe? Warum regiert hier immer wieder sinnlose Provokation und blinde Wut und Hass? Haben wir nichts gelernt? Müssen wir uns heute wirklich noch die Köpfe einschlagen wegen einer Schlacht im 17. Jahrhundert? Was geht in der Rädelsführern vor?

Ach so, klar: es geht um Macht. Und sie wird ausgebübt und erzwungen und ausgelebt wie vor tausenden von Jahren: mit roher Gewalt!
Wir haben nichts gelernt, solange religiöser Fanatismus noch so viel Macht und Einfluss hat und die Menschen so sehr zu lenken vermag.

Donnerstag, 9. Juli 2009

Der weiß alles!

Der hat immer eine Antwort, findet immer eine Lösung, der kann sich echt alles merken - der weiß alles! Der ist so gut organisiert, hat alles echt toll geordnet, findet alle Informationen wieder - der weiß alles! Der ist immer so stark, macht nie schlapp, weiß wohin es gehen soll und wohin nicht - der weiß alles!

Und was wäre, wenn jemand, der scheinbar alles weiß und nie schlapp zu machen scheint, wenn dieser jemand nun auch Fehler und Ängste und Träume hat? Wenn dieser jemand auch manchmal echt keinen Bock auf den ganzen Murcks hat, echt deprimiert ist? Wenn dieser jemand oft lieber ganz was anderes machen würde? Jonglieren zum Beispiel, oder Klettern, oder Rennradfahren, oder philosophieren, oder tanzen und singen, oder ...?

Sonntag, 5. Juli 2009

Politik?

Man kann viel über CDU, CSU, SPD, FDP, aber auch über Grüne und Linke schimpfen. Was macht mich so Politik-verdrossen?
  • Wenn über einen "Schwieriegen Wählermarkt" gesprochen wird (CSU-Politiker zur Rechtfertigung der Wahl-Schlappe bei der Landtagswahl 2008)
  • Wenn ich sehe, wie Geld sinnlos verpulvert wird (Stichwort "KFZ-Umweltprämie", sonstige sogenannte "Konjuktur-Massnahmen")
  • Wenn wieder einmal populistisch am Thema vorbei argumentiert wird und nicht die Wurzel des Übels bekämpft wird, sondern nur die Sympthome (Stichwort "Killerspiel-Verbot")
  • Wenn wieder noch mehr Erwartungen in die Lehrer gesetzt werden ohne die nötigen Mittel zur Verfügung zu stellen
  • Wenn Politiker uns mal wieder für Dumm verkaufen und uns einen Bären nach dem anderen aufbinden (wenn die Lobby der Werbewirtschaft bewirken kann, dass ein gutes Gesetz hoffnunglos verwässert wird, ...)
Was soll man tun? Die Piratenpartei wählen, oder die ÖDP, einfach mal die Linken? Mal sehen. Dass die bestehenden Strukturen, Klüngel, etc. mal ordentlich zerschlagen werden und erstmal wieder unmöglich wird, dass die Wirtschaft hier die Politik macht, das würde Deutschland gut tun. Frau Merkel war sicher gegenüber Herrn 10-Minuten-Stoiber die viel bessere Wahl, aber auch ein kluger Kopf an der Spitze kann den Klüngel nicht verhindern.

Sonntag, 15. März 2009

Das Dilemma

Aus dem Alltag ist der Computer nicht mehr wegzudenken. Das ist gut für die Informatiker, denn jede Funktion, die ein Computer ausführen soll, alles was er "kann", verdankt er einem oder mehreren Programmen. Jedes Programm ist von Menschenhand erstellt worden. Manche Programme werden auch mit Hilfe anderer Programme generiert (erzeugt), aber auch dabei kommt man irgendwann an die Stelle, an der Dinge von Hand programmiert wurden.

Wie oft wird bei schlimmen Unfällen oder Unglücken von "menschlichem Versagen" gesprochen. Das bedeutet oft nicht viel mehr, als das ein Mensch nicht alle möglichen Probleme seines Tuns überblickt hat oder eben nicht alle Folgen einschätzen konnte. Er hat schlichtweg nicht an alles gedacht.

Genau dieses Problem und eigentlich die Erkenntnis, die jeder in seinem Leben mehrfach haben wird, dass man erst hinterher mit Sicherheit weiß, was richtig (besser) und was falsch (schlechter) war, bedingt, dass nicht sichergestellt werden kann, dass ein Computerprogramm fehlerfrei ist. Ergo kann davon ausgegangen werden, dass jedes Programm mindestens einen Fehler hat. Die Fehleranzahl steigt unweigerlich mit der Komplexität des Programms und noch mehr, wenn mehrere Programmierer einzelne Teile des Programms entwickeln, die hinterher zusammenpassen müssen. Denn zu einem gewissen Grad "denkt" sich jeder etwas, das für ihn selbst vollkommen klar ist, das dem anderen aber nicht bewusst ist.

Das aus dem englischen Stammende Wort für einen Fehler in einem Computerprogramm ist übrigens "Bug" (wörtlich "Wanze" oder "Käfer"). Es gibt tatsächlich den Beleg dafür, dass eine Motte einen Computerfehler ausgelöst hat und zwar in der Zeit, als Computer noch aus Relais und Röhren bestanden und z.B. nur wenige Additionen pro Sekunde ausführen konnten. Damals, im Jahr 1947, hat diese Motte einen Kurzschluss zwischen zwei Röhren ausgelöst (siehe http://www.heise.de/tr/...). Das war nun wirklich nicht die Art von Fehlern, die heutzutage Programmierern und Anwendern das Leben schwer machen, denn das war ja ein klassischer Hardware-Defekt, aber eine nette Geschichte ist es dennoch und zeigt, wie sehr sich die Welt und die Probleme, mit denen wir zu kämpfen haben, verändert hat und es doch auf andere Weise immer noch die selben Probleme sind und immer sein werden.

Scheinheilige Kirche

Eine unglaubliche Geschichte: In Brasilien wird ein neunjähriges Mädchen (mutmaßlich) von ihrem Stiefvater vergewaltigt und wird schwanger. Nach Aussage der Ärzte, hätte eine Fortsetzung der Schwanegrschaft das Mädchen in Lebengefahr bringen können. Das Mädchen lässt also (mit Unterstützung der Mutter) die Zwillinge abtreiben. Die Abtreibung scheint für den gesunden Menschenverstand soweit ein nachvollziehbarer Schritt zum Wohl des Mädchens zu sein.

Leider hat die katholische Kirche des Landes nicht anderes zu tun, als das Mädchen, seine Mutter sowie die Ärzte aus der Kirche auszuschliessen! (siehe http://www.tagesschau.de/...)
Und was ist mit dem Täter, der das Ganze zu verantworten hat? Wurde dieser Verbrecher auch aus der Kirche ausgeschlossen? Ok, bisher wurde von einer "mutmaßlichen Vergewaltigung" gesprochen. Auch wenn das Mädchenvon einem gleichaltrigen Spielkamerad schwanger wurde, so ist das Vorgehen der katholischen Kirche in diesem Punkt absolut unverständlich!

Dienstag, 3. März 2009

Autos statt Schulen?

Endlich mal eine gewichtige Gegenstimme zu den Subventionierungen der Autoindustrie:
Die OECD sagt "Autosubventionen sind Geldverschwendung" (siehe http://www.tagesschau.de/...)

Was hat eigentlich die Politiker geritten, dass sie der Autoindustrie beim kleinsten Hüsteln unsere Steuergelder in den Rachen werfen müssen? Beziehen die Herren und Frauen Politiker etwa auch Gelder von der Autoindustrie und stecken sich quasi auf Umwegen das Geld selbst in die Tasche?

In die Bildung, und zwar zunächst mal in die Grundbildung, muss das Geld gesteckt werden. Was nützen uns die schönsten Autokonzerne mit vielen freien Arbeitsplätzen, wenn es keine Menschen gibt, die für die Arbeit qualifiziert sind? Wenn ein hoher Prozentsatz gänzlich ohne Abschluss die Haupt- und Realschulen verlässt und die viele, die einen Abschluss haben, auch keiner haben will, weil es ihnen an einer soliden Grundbildung fehlt?

Da ist der Kaiser (oder Kaiserin) mal wieder völlig nackt. Danke an die OECD, dass sie das mal ausgesprochen hat!